Dienstag, 10 Dezember 2019

Um die Verkehrssicherheit der Schüler und Schülerinnen zu verbessern wurde 1969 die Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ gegründet. Die Auftaktveranstaltung zum Schulbeginn in diesem Jahr fand mit buntem Programm am Mittwoch in Pilsting statt. Die Ehrengäste wurden von den Schülern interviewt und zeigten beim Quiz ihr Wissen rund um den Straßenverkehr.

 

 

„Ich fahre gerne Rad“, mit diesem Lied wünschten die zweiten Klassen zusammen mit der GS1 die Ehrengäste in der Aula der Hans-Carossa Grund- und Mittelschule Pilsting herzlich willkommen. Rektorin Karolina Schober begrüßte eine ganze Reihe von Ehrengästen, darunter Regierungspräsident Rainer Haslbeck, Schirmherr der Veranstaltung, den bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, Landrat Heinrich Trapp, Bürgermeister Josef Hopfensperger und seinen Stellvertreter Martin Hiergeist, den Bezirkstagsvizepräsidenten Dr. Thomas Pröckl, MdL Dr. Petra Loibl sowie Vertreter der Niederbayerischen Regierung, der Polizei und der Verkehrswacht, den staatlichen Ämtern und lokaler Institutionen. „Sie sind diejenigen, die sich um die Sicherheit unserer Kinder kümmern, denen die Sicherheit unserer Kinder am Herzen liegt“, sagte sie.

„Gerade auf dem Schulweg lauern zahlreiche Gefahren die wir als Verantwortliche ständig überwachen müssen“, sagte Bürgermeister Josef Hopfensperger. Die Teilnahme am Straßenverkehr sei für jedes Kind mit Gefahren verbunden. „Der Raum, in dem sich Kinder gefahrlos entwickeln, mit Gleichaltrigen spielen, lernen und leben können, wurde in unserer automobilen Gesellschaft immer kleiner“, sagte Hopfensperger. Nach wie vor jedoch zählen Kinder zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern, fuhr er fort, deshalb sei nach wie vor konsequente Verkehrserziehung notwendig. „Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel“, betonte er.

Den Ehrengästen auf den Zahn fühlten die Schüler der sechsten Klasse in Einzelinterviews. Julia Eyring wollte von Bernd Sibler wissen, was sich die Schüler überhaupt unter einem „Staatsminister für Wissenschaft und Kunst“ vorstellen sollen. Er erzählte aus seinem Alltag: von der Einweihung einer Mensa bei Garching am Vortag, den Kabinettssitzungen mit Ministerpräsident Söder. „Morgen Abend darf ich im Haus der Kunst eine ganz wichtige Ausstellung eröffnen mit einem Weltbekannten Künstler“, sagte er. „Und sonst arbeiten wir auch recht viel.“ Das wollte Julia genauer wissen – wie viel arbeitet ein solcher Minister? „Sieben Tage die Woche, zehn Stunden mindestens.“ Auch war sie gut informiert und wusste, dass Sibler selbst am Robert-Koch-Gymnasium als Lehrer unterrichtet hatte und fügte hinzu: „Unter anderem unseren eigenen Lehrer Herrn Barnickel.“ Sibler, der damals Deutsch und Geschichte unterrichtet hatte, erzählte weiter, dass ihm besonders die Arbeit mit jungen Menschen gefallen hatte. Auch wollte sie seine Vorbilder wissen. „Zwei Lehrer, die für mich als Vorbilder ganz, ganz wichtig waren“, sagte er. „Deutsch und Geschichte, beide am Comenius-Gymnasium in Deggendorf. Zwei Pfarrer und im Politischen bin ich mit Edmund Stoiber groß geworden.“ Rainer Haslbeck stellte sich den Fragen von Lucas Müller, er wollte wissen welchen wichtigen Aufgaben sich ein solcher Regierungspräsident widmet. „Ich habe die Aufgabe meinen Beitrag zu leisten, dass sich Niederbayern – unsere Heimat – gut entwickelt“, erklärte er. „Wir können gut leben, wir können frei leben“, sagte er auf die Frage, was ihm an Bayern besonders gefalle. „Und wir können sicher leben.“ Und was ein solcher Regierungspräsident in der Freizeit macht, das wollte Lucas ebenfalls wissen. „Die Freizeit könnte manchmal bisschen mehr sein“, gab Haslbeck zu. „Ich habe drei Kinder“, erzählte er. Mit ihnen verbringe er am Liebsten seine Freizeit. „Wir haben alle miteinander nur eine Welt“, sagte er auf die Frage, was er gerne an der Welt ändern würde. „Wir haben auch nur ein Leben. Ich frage mich manchmal, warum wir uns das Gegenseitig so schwer machen, warum Hass, Gewalt, Neid und Dummheit so verbreitet sind.“ Leonhard Huber wollte von Franz Schneider, Bereichsleiter Schulen an der Regierung von Niederbayern, unter anderem wissen, was er denn in seiner Freizeit macht. „Am Liebsten setze ich mich in Freizeit aufs Rennrad und fahre durch Niederbayern“, sagte er. „Dieses auf und ab, die Hügel rauf und runter, wie Niederbayern ist, da sieht man wie wunderbar dieser Regierungsbezirk ist.“ Auch ein schmales Geständnis rang ihm Leonhard ab: seine Lieblingsfächer waren Kunst und Geschichte, „aber ich hab so ein Fach gehabt, das hab ich gar nicht gemocht: Mathematik.“ Das brachte ihm leises Lachen, Zustimmung und eine ordentliche Portion Sympathie seitens der Schüler – ein. Heinrich Trapp erzählte Tobias Bridzun von seinem Aufgabenbereich: „Der Landrat hat die ganze Woche – und das ganze Wochenende zu tun“, sagte er. Dass alles seine Richtigkeit im Landkreis hat, zusammengefasst ist dafür das Landratsamt zuständig. Auch um die Schulen, für die nicht die Gemeinden zuständig sind wie Realschulen oder Gymnasien, kümmert sich der Landkreis: „Da schauen wir immer, dass die optimalen Voraussetzungen da sind.“ Besonders gefalle ihm am „Landrat-sein“, dass man mit vielen Menschen zusammen kommt, die nett zu einem sind, erzählte Trapp. „Vor allem freue ich mich, dass ich mit so vielen Menschen zusammen komme, die mehr tun als sie müssten: die Ehrenamtlichen, in den Vereinen, in der Kirche oder als Schulweghelfer. Das macht eine lebendige Gesellschaft aus, dass der Staat nicht alles machen muss.“ Für den Urlaub im Landkreis Dingolfing-Landau empfahl er: „Radeln Sie durch unseren Landkreis und Sie werden immer wieder kleine Wunder erleben.“ Besonders schätze er an anderen Ehrlichkeit und die Fähigkeit über sich selbst heraus zu schauen: „Die Fähigkeit das Leid der anderen zu sehen und dann auch zu helfen.“ Positive Energie bringe vor allem der Erfolg. „Der motiviert“, sagte er. „Und das andere ist: für wen tut man das Ganze? Für Kinder wie euch.“ Vanessa Schönberger wollte von Josef Hopfensperger wissen, was ihm am Beruf eines Bürgermeisters Spaß macht. „Wenn man was voran bringt, wenn man die Gemeinde voran bringt“, sagte Hopfensperger. Ein gutes Beispiel sei die die frisch sanierte Schule: „Wenn man sieht, dass ihr euch hier wohl fühlt und, dass sich die Lehrer wohl fühlen.“ Sein Lieblingsfach in der Schule sei Sport gewesen, verriet er, auch Mathematik mochte er. Seine Lehrer blieben weitestgehend von Streichen verschont, sagte er auf die Frage, ob er Streiche gespielt habe. Kleinigkeiten, ja. „Aber so ganz große Sachen haben wir nicht gemacht, wir haben uns nicht so getraut.“ Ema Zuziniak wollte vom Polizeidirektor Manfred Gigler des Polizeipräsidium Niederbayern wissen, was ein Polizeidirektor macht. „Das frage ich mich auch manchmal“, sagte er und lachte. „Ich bin zuständig für alle uniformierten Kollegen“, erklärte er. „Unsere Hauptaufgaben sind Verkehrsunfallaufnahmen und Verkehrssicherheit.“ Das Schönste an seinem Beruf sei, dass er mit so vielen netten Bürger Umgang hatte. „Die meisten Kontakte, die ich hatte, waren positiv“, sagte er. „Und vor allem, dass wir innerhalb der Polizei eine gute Kameradschaft haben.“ Auf die Frage von Ema, ob er von klein auf Polizist werden wollte, gab er zu: „Von klein auf nicht.“ Der Berufswunsch kam später. „Ich würde heute jederzeit wieder zur Polizei gehen“, fügte er hinzu. Entspannung findet er im Garten. „Ich kann stundenlang einen Baum beim Wachsen zusehen“, sagte er augenzwinkernd.

 


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