Freitag, 19 April 2019

Bayerischen Ureinwohner vorgestelltDie 3a der Hans-Carossa Grundschule hatte am Donnerstagvormittag Besuch: Sabine Hagn, Projektverantwortliche Landschaftspflegeverband Landkreis Dingolfing-Landau, und Ursula Günther waren zu Besuch, um den Schülern etwas über einen von Bayerns Ureinwohnern zu erzählen: dem großen Brachvogel. Der Brachvogel ist vom Aussterben bedroht, sein Bestand geht stark zurück.

 

Sabine Hagn stellte in der Stunde unter anderem den Landschaftspflegeverband vor, dessen Vorsitzender Landrat Heinrich Trapp ist. Der Landschaftspflegeverband hat sich der Bewahrung wertvoller Flächen im Landkreis Dingolfing-Landau verschrieben und der Förderung einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Zu ihrem Aufgabengebiet gehört es auch, die Bevölkerung – und auch die Schüler – über Natur-, Arten-, und Umweltschutz und auch über Landschaftspflege zu informieren. Das große Thema war der Brachvogel, der unter anderem als Wiesenbrüter im flachen Königsauer Moos lebt, das er wegen seiner Artenvielfalt – also auch Futtervielfalt – besonders liebt. Das Besondere an ihm: er ist perfekt ausgestattet für seinen Lebensraum. Der Brachvogel ist mit dem beige- braunen Gefieder perfekt getarnt, kein anderer Vogel hat einen derart langen Schnabel, den er wie eine Pinzette zum Aufpicken der Nahrung, darunter Schnecken, Würmer, Käfer, Spinnen und Asseln verwendet. Die langen, unbefiederten Beine sind ideal für seinen Lebensraum in Feucht-Wiesen. Eine Körpergröße von bis zu 60 Zentimeter kann er erreichen. Von Anfang März bis Ende Juli brüten die Brachvögel fast einen Monat, wobei die Weibchen meist vier hellgrüne bis olive Eier mit dunklen Flecken in Größe eines Hühner-Eis legen. Männchen und Weibchen wechseln sich ab, bei der Brut, bis die flauschigen Küken schlüpfen, und ziehen ihre Jungen groß, die restliche Zeit verbringt der Brachvogel in wärmeren Gebieten an den Meeresküsten. Aber auch der Brachvogel hat Fressfeinde, die es besonders auf die Küken abgesehen haben: Füchse, Ratten, Dachse und Krähen, auch Kälte und Nässe macht ihnen zu schaffen.

Auch bekamen die Kinder von Sabine Hagl Tipps, wie die Menschen den Brachvogel schützen und fördern können: Artenreiche Wiesen müssen geschaffen werden und große Lebensräume für den Wiesenbrüter. Mähen ist strickt verboten – um die Küken nicht zu gefährden. Büsche mögen Wiesenbrüter nicht, auch keine Bäume oder Gebäude, die Fläche muss weit und lang einsichtig sein. Alles in allem: sein Lebensraum muss erhalten bleiben und da er gerne in feuchten Böden stochert darf der Grundwasserspiegel nicht abgesenkt werden. Auch die Schüler und Jugendlichen können selbst etwas tun: sich von Brutgebieten fern halten, denn die Brachvögel reagieren sensibel auf Störungen. Auch Hunde müssen, beispielsweise im Königsauer Moos, jederzeit angeleint bleiben.

 


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